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Spitzengespräch der bayerischen Wirtschaft am 13.03.2020

Spitzengespräch der bayerischen Wirtschaft am 13.03.2020

13.3.2020 Fachverband

Am Freitag, den 13.03.2020 fand in München ein Spitzengespräch der bayerischen Wirtschaft, auch unter Beteiligung unseres Landesinnungsmeisters Christian Metges statt.

Spitzengespräch der bayerischen Wirtschaft

 

Spitzengespräch der bayerischen Wirtschaft in München: Verbände und Politik legen Fahrplan fest.

Bei einem Spitzengespräch in München haben die bayerische Wirtschaft und die Bayerische Staatsregierung über die Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise gesprochen.

Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder sagte: „Bayerns Wirtschaft kann sich auf die Staatsregierung verlassen. Wir werden alles tun, was möglich und hilfreich ist, um die Folgen für unsere Betriebe zu lindern und das Wirtschaftsleben aufrecht zu erhalten.“

Wolfram Hatz, Präsident der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., erklärte: „Was die Unternehmen jetzt brauchen, ist Liquidität. Gerade deshalb danke ich den bayerischen Unterhändlern in der Berliner Koalition ausdrücklich für ihren hartnäckigen und erfolgreichen Einsatz für die beschlossenen Krisenregelungen zur Kurzarbeit: Mit dem erleichterten Zugang und der vollständigen Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge wird dem Anliegen aller Unternehmen im Freistaat entsprochen. Der bayerische Rettungsschirm dient dem gleichen Ziel der Liquiditätssicherung. Auch dieser ist zum richtigen Zeitpunkt die richtige Maßnahme. Alles, was unsere Betriebe schützt und die Konjunktur stützt, nützt. Staatsregierung und Wirtschaft stehen im Freistaat schon immer eng beieinander, die jetzige Krise zeigt das einmal mehr!“

Franz Xaver Peteranderl, Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), begrüßte diese Zusage und betonte: „Es ist ein überaus wichtiges Signal, dass sich die Staatsregierung demonstrativ hinter die Betriebe stellt und gemeinsam mit den Spitzenorganisationen der bayerischen Wirtschaft Mittel und Wege sucht, um den Unternehmen in dieser schwierigen Zeit zu helfen.“ Konkret forderte Peteranderl ein Ende des „Belastungswettlaufs“ in den Bereichen Steuern, Abgaben, Bürokratie und Energiekosten, die den Unternehmen das Wirtschaften erschweren: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Betriebe und Bürger zu entlasten und als Gesellschaft zusammenzustehen.“

 

Dr. Eberhard Sasse, Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages (BIHK), sagte: „Das A und O ist jetzt die Sicherung der Liquidität in den Betrieben, um eine drohende Insolvenzwelle eigentlich kerngesunder Unternehmen zu vermeiden. Die bayerischen IHKs schlagen deswegen ein Drei-Punkte-Programm mit zinsfreien Stundungen von Steuern und Sozialbeiträgen sowie staatlichen Kredit- und Bürgschaftsprogrammen vor, dazu einen staatlichen Notfallfonds für Kleinunternehmen. Die Lage ist überaus ernst: Laut IHK-Umfrage erwarten über 80 Prozent der befragten Betriebe in den kommenden Wochen Auswirkungen des Coronavirus auf ihre Geschäfte. Die Hälfte der Firmen rechnet mit teilweise zweistelligen Umsatzeinbußen fürs Geschäftsjahr 2020. Zwei Drittel der Unternehmen plädieren für staatliche Unterstützungsmaßnahmen.“

„Die bayerische Wirtschaft steht gerade vor sehr großen Herausforderungen, die wir nur im engen Schulterschluss bewältigen werden. Bayerische Beschäftigte und Unternehmen können sich dabei auf die umfassende Unterstützung der Staatsregierung verlassen“, sicherte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zu.

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Gespräch im bayerischen Wirtschaftsministerium zu Finanzierungshilfen

Am 09. Dezember 2020 führten Herr Landesinnungsmeister Christian Metges und Herr HGF Richard Tauber ein Gespräch im bayerischen Wirtschaftsministerium über Möglichkeiten zur Finanzierungsunterstützung von Unternehmen hauptsächlich im Zuliefersektor, die sich aufgrund zusätzlichen Kostendrucks und der seit Frühjahr 2019 bereits bei Industriekunden feststellbaren, vermehrten Vergabepraxis von Aufträgen in das außereuropäische Ausland in einem Prozess des zunehmenden Ausblutens befinden. Durch die Corona-Pandemie wurden die aufgetretenen Schwierigkeiten nochmals zusätzlich verschärft, jedoch fallen die meisten der betroffenen Betriebe bei den momentan zur Verfügung stehenden Corona-Hilfen „durchs Raster“. Die Gesprächspartner auf Seiten des bayerischen Wirtschaftsministeriums, Herr Dr. Peter Stein als Leiter des Referats Handwerkspolitik und Herr Thorsten Fellhölter als stellv. Leiter des Referats Förderbanken, BayernFonds, Beteiligungsfinanzierung, Mittelstandsfinanzierung nahmen die geschilderten Probleme auf und sagten zu, sich zeitnah um eventuelle Lösungen und Hilfestellungen zu kümmern. So gäbe es z.B. bei der LfA Förderbank Bayern eine sog. „Task Force“, bei der in nächster Zeit ein weiteres Gespräch zu dieser Problematik stattfinden könnte. Darüber hinaus könnte der diesbezügliche, in den betroffenen Unternehmen vorhandene Beratungsbedarf durch die Installierung eines entsprechenden, vom Wirtschaftsministerium zu 50% geförderten Betriebsberaters abgedeckt werden. Beide Seiten gehen von einer baldigen Fortsetzung des aufgenommenen Gesprächs aus.

Stephan Stracke, MdB, besucht das ABZ Metallhandwerk in Garching

Am Montag, den 30. November 2020 besuchte Stephan Stracke, Mitglied des Bundestages und stellvertretender Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag auf Einladung des Bezirksobermeisters für Schwaben Robert Plersch das Aus- und Fortbildungszentrum (ABZ) Metallhandwerk in Garching. Empfangen wurde der politische Gast von Landesinnungsmeister Christian Metges, Bezirksobermeister für Unterfranken Detlef Lurz sowie von Bezirksobermeister für Schwaben Robert Plersch. Im Rahmen eines Rundgangs durch die Werkstätten konnten Herrn Stracke die vielfältigen Tätigkeitsfelder des Metallhandwerks eindrucksvoll aufgezeigt werden und Werkstattmeister Simon Schmid demonstrierte auf einem Fräs-/Drehbearbeitungszentrum die komplexe Anfertigung eines Werkstücks. Anschließend nutzen die anwesenden Verbandsvertreter die Möglichkeit, Herrn Stracke die zurzeit leider sehr ernste wirtschaftliche Situation der Mitgliedsbetriebe, die sich im Zulieferumfeld betätigen, aufzuzeigen. Sämtliche bisher zu verzeichnenden Hilfestellungen durch die Politik kommen entweder gar nicht oder nur sehr verspätet an und es sollte daher dringend und zeitnah eine wirksame sowie branchenspezifische Unterstützung dieser Unternehmen angeboten werden. Per Videoschaltung nahm auch der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Metall, Markus Jäger, an diesem Gespräch teil und bestätigte, dass nicht nur bayerische Betriebe betroffen sind, sondern dies ein bundesweites Problem darstellt. Herr Stracke nahm die geschilderten Sorgen und Vorschläge auf und sagte zu, diese in Berlin einzubringen und nach Möglichkeit weiterzuverfolgen. Foto: (V.l.n.r.): Detlef Lurz, Stephan Stracke, Christian Metges und Robert Plersch

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